Klopfer und Vibratoren
Zwei Wirkmechanismen in einem Gerät

Von Manuel Herrmann, Technischer Leiter, NetterVibration 4 min Lesedauer

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Ein Gerät statt zwei? Eine neue Klopfer-Serie, die Schlagen und Vibrieren in einem Gerät vereinigt, eröffnet neue Möglichkeiten für Schüttgutprozesse.

Unter veränderten Prozessbedingungen entstehen Brücken oder Anhaftungen, es wird weitere Technik neben vorhandenen Vibratoren installiert.(Bild:  Netter Vibration)
Unter veränderten Prozessbedingungen entstehen Brücken oder Anhaftungen, es wird weitere Technik neben vorhandenen Vibratoren installiert.
(Bild: Netter Vibration)

Wer Schüttgüter verarbeitet, kennt die Situation: Eine Anlage läuft grundsätzlich gut, doch im Detail treten immer wieder Störungen auf. Anhaftungen an Behälterwänden, Brückenbildungen oder ein ungleichmäßiger Materialaustrag beeinträchtigen die Prozesssicherheit. Die erste Reaktion besteht häufig darin, einen Vibrator zu installieren. In vielen Fällen verbessert sich der Materialfluss sofort deutlich. Das Problem scheint gelöst.

Mit zunehmender Betriebsdauer zeigt sich jedoch nicht selten ein anderes Bild. Bestimmte Produkte neigen weiterhin zu Anhaftungen. Unter veränderten Prozessbedingungen entstehen erneut Brücken Anhaftungen oder trotz funktionierender Vibration bleibt Material im Behälter zurück. Die Konsequenz: Ein zusätzlicher Klopfer wird nachgerüstet. Genauso häufig verläuft der Weg in die andere Richtung. Ein Klopfer beseitigt Anhaftungen zuverlässig und bringt je nach Befestigungsposition Brücken zum Einsturz. Im praktischen Betrieb stellt sich jedoch heraus, dass für einen gleichmäßigen Austrag eine zusätzliche Vibrationsunterstützung erforderlich ist. Am Ende arbeiten viele Silos, Behälter oder Prozessanlagen mit zwei unterschiedlichen Geräten, die jeweils ihre eigenen Stärken einbringen.