Interview zum 50-jährigen Jubiläum von Ruwac
„Die Erwartungen der Anwender an die Absaugung steigen“

Von Sabine Mühlenkamp 5 min Lesedauer

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Im Schüttgut-Handling gehören sie einfach dazu: Industriesauger und Absauganlagen. Thomas Welkener, Leiter Forschung, Entwicklung und Produkt-Lebenszyklusmanagement bei Ruwac und seit mehr als 30 Jahren im Unternehmen, stellt die Trends in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft vor.

Thomas Welkener, Leiter Forschung, Entwicklung und Produkt-Lebenszyklusmanagement bei der Ruwac GmbH(Bild:  Ruwac)
Thomas Welkener, Leiter Forschung, Entwicklung und Produkt-Lebenszyklusmanagement bei der Ruwac GmbH
(Bild: Ruwac)

Herr Welkener, wie haben sich die technischen Anforderungen an Industriesauger in der Schüttgutindustrie seit der Gründung von Ruwac verändert?

Nicht nur die Industriesauger und mehr noch Absauganlagen haben sich verändert, sondern vor allem die Erwartungen an sie. Natürlich gab es immer schon Überwachungs- und Sicherheitseinrichtungen, die bei bestimmten Staubklassen vorgeschrieben waren. Aber in erster Linie musste ein Sauger zuverlässig funktionieren, robust sein und seine Aufgabe erfüllen. Heute geht die Erwartung deutlich weiter. Möglichst viele Prozesse sollen automatisiert ablaufen und Betriebszustände wie Druck, Differenzdruck und Füllstand nicht nur überwacht, sondern digital erfasst, ausgewertet und weiterverarbeitet werden. Dabei sollten unterschiedlichste Stoffe und Schüttdichten mit möglichst wenigen Sensoren zuverlässig erfasst werden – das ist in der Praxis eine erhebliche technische Herausforderung. Gleichzeitig sollen alle Informationen möglichst zentral und digital dargestellt und zunehmend auch an übergeordnete Steuerungs- oder Produktionssysteme weitergegeben werden. Die Veränderung liegt also nicht darin, dass wir die Betriebszustände überwachen. Das gibt es schon lange. Neu sind der Grad der Automatisierung, die Menge der erfassten Daten und die zunehmende Vernetzung des Industriesaugers mit dem gesamten Produktionsprozess.