Batterie-Recycling Industrie begrüßt digitalen Produktpass
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Im Projekt MoLIBity werden Methoden und Konzepte zur Rückgewinnung von Rohstoffen aus gebrauchten Batterien untersucht. Erste Zwischenergebnisse sind vielversprechend.
Will man Lithium und andere kritische Rohstoffe aus Batterien zurückgewinnen, müssen von der Batterierücknahme bzw. Abfallsammlung bis zum Recycling viele Dinge Hand in Hand funktionieren. Einerseits braucht es technische Lösungen, die eine möglichst kosteneffiziente Extraktion der jeweiligen Materialien aus dem Inneren der Batterie – der sogenannten Schwarzmasse – ermöglichen, zudem sind Anleitungen zur sicheren Demontage, wie mit einem digitalen Produktpass, dringend nötig. Diesen Themen widmet sich das Projekt „MoLIBity“ unter der Leitung von Fraunhofer Austria. „Das Lithium-Recycling aus Batterien ist aufgrund der hohen Volatilität des Lithiumpreises mit wirtschaftlicher Unsicherheit behaftet. Daher gibt es in Europa bislang nur wenige Anlagen zur Rückgewinnung von Lithium aus Altbatterien im industriellen Maßstab, wobei die wirtschaftliche Tragfähigkeit fraglich bleibt“, erklärt Andreas Muth, Leiter des von der FFG geförderten Projekts „MoLIBity“ bei Fraunhofer Austria.
Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Verbesserung der technischen Verfahren, denn gelingt es, bei der Extraktion Energie und Aufwand einzusparen, wird das Recycling wirtschaftlicher. Das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) ist einer der sechs Konsortialpartner im Projekt und widmet sich genau dieser Herausforderung. Das sogenannte COOL-Verfahren (CO₂-basierte Lithiumextraktion), ein von der TU Bergakademie Freiberg patentiertes Verfahren, ermöglicht eine Lithiumrückgewinnung aus Batterie-Aktivmaterialien ohne den Einsatz umweltbelastender Säuren. In den Versuchen wurde nun festgestellt, dass das Verfahren auch ohne die energieintensive, überkritische CO₂-Phase zufriedenstellende Rückgewinnungsraten ermöglicht. Sandra Pavon, Gruppenleiterin „Hydrometallurgisches Recycling und Rohstoffchemie“ am Fraunhofer IKTS, sagt: „Das Verfahren ist in der Lage, nur mit Wasser und CO₂,Lithium frühzeitig aus der Schwarzmasse fast vollständig zu extrahieren. Mit den im Projekt MoLIBity erreichten Optimierungen, ist es uns gelungen, gegenüber den ursprünglichen Prozessparametern die Reaktionszeit zu halbieren und gleichzeitig den Energieverbrauch um 20 Prozent zu senken. Bei gleichbleibend hoher Lithiummobilisierung von über 85 Prozent konnte die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens somit deutlich gesteigert werden.“
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