Phosphorrückgewinnung Vom Abfall zum Wertstoff
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Phosphor ist ein unverzichtbares Element für die Landwirtschaft, aktuell stammt er nahezu ausschließlich aus endlichen Phosphatgesteinen. Angesichts der begrenzten Ressourcen gilt ab 2029 eine verpflichtende Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm. Ein Verfahren überführt nun Klärschlammasche in hochwertigen Phosphatdünger.
Erhebliche technische Anstrengungen zielen darauf ab, Phosphor nicht nur aus Erzen, sondern auch aus kommunalen und industriellen Abwässern zurückzugewinnen. Traditionell erfolgt die Gewinnung aus Bergwerken, insbesondere in Marokko, China, den USA und Russland. In Europa dagegen sind nur geringe Vorkommen bekannt, kleinere Lagerstätten befinden sich beispielsweise in Finnland und Norwegen. Wie viele andere Rohstoffe ist auch Phosphor nur begrenzt aus abbauwürdigen Lagerstätten verfügbar. Die EU hat ihn daher, ähnlich wie Lithium, als strategisch bedeutenden Rohstoff eingestuft und fördert die Rückgewinnung aus Sekundärquellen wie Klärschlamm. Allein in Deutschland liegt das jährliche Rückgewinnungspotenzial bei rund 50.000 Tonnen Phosphor aus Klärschlammasche.
Warum ist Klärschlammasche so interessant? Phosphor gelangt über die Nahrung in den menschlichen und tierischen Stoffwechsel und wird überwiegend wieder ausgeschieden. Die darin enthaltenen Phosphate finden sich daher im kommunalen und industriellen Klärschlamm wieder.
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