Mitgliederversammlung Verband der Mineralfarbenindustrie fordert Bürokratieabbau

Quelle: Pressemitteilung VdMi 2 min Lesedauer

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Auf seiner Mitgliederversammlung am 11. Juni 2026 in Köln hat der Verband der Mineralfarbenindustrie (VdMi) die zunehmende regulatorische Belastung für Unternehmen deutlich kritisiert. Trotz politischer Ankündigungen zum Bürokratieabbau sieht sich die Branche weiterhin mit wachsenden Anforderungen konfrontiert.

Der VdMi-Vorstand v.l.n.r.: Dr. Andreas Stohr, Michael Ertl, Dr. Heike Liewald (Geschäftsführerin), Dr. Martin Fabian, Dr. Emmanuel Auer und Joachim von Schlenk; nicht auf dem Foto: Ulrich Kabelac.(Bild:  Katrin Heyer)
Der VdMi-Vorstand v.l.n.r.: Dr. Andreas Stohr, Michael Ertl, Dr. Heike Liewald (Geschäftsführerin), Dr. Martin Fabian, Dr. Emmanuel Auer und Joachim von Schlenk; nicht auf dem Foto: Ulrich Kabelac.
(Bild: Katrin Heyer)

VdMi-Vorsitzender Joachim von Schlenk verwies in seinem Bericht auf die Vielzahl neuer Vorschriften mit immer größerer Detailtiefe sowie auf ein insgesamt anspruchsvolleres internationales Umfeld. „Um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu sichern, brauchen wir kurzfristig wirksame Maßnahmen: niedrigere Energie- und CO₂-Kosten, echten Bürokratieabbau, verlässliche und praxisnahe Genehmigungsverfahren sowie mehr Sicherheit bei Rohstoffen und Versorgung“, so von Schlenk. Der Verband habe seine Mitglieder im vergangenen Jahr intensiv bei der Umsetzung neuer Anforderungen unterstützt und ihre Interessen in Gesetzgebungsverfahren vertreten.

Ein Schwerpunkt der aktuellen Verbandsarbeit liegt auf der Unterstützung bei Nachhaltigkeitsthemen. Geschäftsführerin Dr. Heike Liewald stellte ein Projekt vor, in dem ein praxisorientierter Leitfaden zur Ermittlung und Kommunikation von Product Carbon Footprints (PCF) erarbeitet wird. Ziel ist es, den Unternehmen eine belastbare Grundlage für steigende Transparenz- und Berichtspflichten zu geben.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ordnete Prof. Dr. Michael Grömling vom Institut der deutschen Wirtschaft ein. Er zeigte auf, dass sich das Umfeld für das deutsche Geschäftsmodell grundlegend verändert und betonte die Notwendigkeit einer wettbewerbsfähigen Standortpolitik sowie einer Steigerung der technischen Produktivität.

Norbert Theihs vom Hauptstadtbüro des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) ging insbesondere auf aktuelle Entwicklungen in der Chemiepolitik ein. Mit Blick auf die laufende Chemieagenda hob er hervor, dass die strategische Bedeutung von Chemikalien, wie Pigmenten und Füllstoffen, für industrielle Wertschöpfungsketten stärker sichtbar gemacht werden müsse.

Die VdMi-Mitglieder bestätigten den Vorsitzenden Joachim von Schenk (Schlenk SE) bei den turnusmäßigen Wahlen im Amt. Ebenso wurde Ulrich Kabelac (Kronos Titan) als 1. stellvertretender Vorsitzender, Dr. Martin Fabian (Lifocolor Farben) als 2. stellvertretender Vorsitzender, sowie die Vorstandsmitglieder Dr. Emmanuel Auer (Evonik Operations ), Michael Ertl (Lanxess Deutschland ) und Dr. Andreas Stohr (Sun Chemical Pigment ) für weitere zwei Jahre gewählt.

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