Powtech 2017

Die letzten Vorbereitungen für die Powtech laufen auf Hochtouren

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Individualisierung von Produkten

Die Digitalisierung und andere Konzepte, die unter dem Dach von Industrie 4.0-Anwendungen laufen, sollen in Zukunft aber noch mehr umfassen. Marijke Vreugdenhil, Marketing Manager bei der niederländischen KSE Process Technology beschreibt die aktuellen Anforderungen, die Anlagenbetreiber an Prozessleitsysteme stellen: „Die größte Herausforderung ist die immer weiter steigende Flexibilität, die von den Anlagen und damit auch von der Steuerung gefordert wird. Diese Anforderung folgt der zunehmenden Individualisierung der Produkte.“

So fordern beispielsweise Landwirte ihre ganz speziell formulierten Futtermittelmischungen. Darauf reagieren die Produzenten von Futtermitteln mit flexiblen Anpassungen der Rezepturen. „Wir gehen davon aus, dass schon bald jedes Nutztier seine ganz speziell abgestimmte Nahrung erhalten wird – dieses Phänomen können wir schon heute in der Haustier-Nahrung erkennen. Ein weiteres heißes Thema ist natürlich auch künftig die absolute Rückverfolgbarkeit – also ein Tracking und Tracing“, so Vreugdenhil.

Containment nicht nur im Pharmabereich

Hinzu kommen neue regulatorische Anforderungen. So ist das Thema Reach fast ein wenig aus dem Fokus gerutscht. Dabei müssen so einige Unternehmen dank Reach umdenken und ihre vormals offenen Prozesse in geschlossene Verfahren umwandeln. Dies muss nicht immer nachteilig sein, sondern bietet neue Chancen für die Prozessgestaltung. Allerdings sind einige Änderungen nötig, wenn man sich die heute üblichen mehrstufigen Abläufe bei der Verarbeitung von Feststoffen anschaut.

So müssen Stoffe aus Big Bags entleert, zerkleinert und mit Zusatzstoffen vermengt werden. Diese Mischung oder das Zwischenprodukt müssen dann in weitere Gebinde abgefüllt werden, bevor es zum nächsten Prozessschritt oder gar Endkunden geht. Um diesen offenen Handling-Prozess in einen geschlossen Prozess umzuwandeln, gibt es bereits Konzepte, die auch den Kostenfaktor im Blick behalten. Hier hilft es, den Kontakt zum Apparatebauer zu suchen. Denn darüber hinaus müssen auch Aspekte wie Chargentreue und das Vermeiden von Produktverschleppungen sowie vielfältige hygienische Anforderungen berücksichtigt werden, die längst nicht mehr nur Pharmaanwendungen betreffen.

Über allem stehen die Anforderungen des Explosions- und des Brandschutzes. Auch wenn der Besen nach wie vor als einfachstes Mittel zu Vermeidung von Staubexplosionen gilt (eine saubere Produktion ist in der Tat die Grundvoraussetzung für den sicheren Betrieb), ist der weitergehende Explosionsschutz in vielen Anlagen der Powtech-Aussteller ein Muss. Da in diesem Bereich der enge Kontakt zum Spezialisten unabdingbar ist, lohnt sich der Besuch in Nürnberg gleich doppelt.

Tipp der Redaktion:Möchten Sie mehr über den Umgang mit Pulvern und Granulaten erfahren? Dann sind Sie auf unserem zweitägigen Schüttgut-Forum genau richtig (16./17. November 2017 in Würzburg). Weitere Informationen, Programm und Anmeldung unter:schuettgut-forum.de

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