Forschung an Lagerstätten in Chile
Strategien für einen schonenden Abbau kritischer Rohstoffe

Quelle: Pressemitteilung Karlsruher Institut für Technologie, KIT 3 min Lesedauer

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Aus Fluiden, also mineralreichen Lösungen, aus Salzseen und geothermalen Systemen lassen sich möglicherweise kritische Rohstoffe wie Lithium ohne großflächige Umweltzerstörung gewinnen. In der Initiative Bridge werden entsprechende Lagerstätten nun in der Atacama-Wüste untersucht.

Während einer mehrwöchigen Forschungskampagne in der Atacama-Wüste beproben chilenische und deutsche Geologinnen und Geologen vulkanisch geprägte Reservoirsysteme. (Bild:  Valentin Goldberg, KIT)
Während einer mehrwöchigen Forschungskampagne in der Atacama-Wüste beproben chilenische und deutsche Geologinnen und Geologen vulkanisch geprägte Reservoirsysteme.
(Bild: Valentin Goldberg, KIT)

Der europäische Critical Raw Materials Act (CRMA) verpflichtet die Mitgliedstaaten der EU, ihre Versorgung mit strategisch bedeutsamen Rohstoffen resilienter aufzustellen. Künftig sollen mindestens zehn Prozent des Bedarfs in Europa gedeckt werden. Selbst mit dem Erreichen dieser Quote wird Deutschland also weiterhin den Großteil seiner kritischen Rohstoffe importieren. Chile ist ein zentraler Partner – zuletzt bekräftigt durch die institutionalisierte deutsch-chilenische Rohstoff- und Energiepartnerschaft mit Sitz in Santiago de Chile.

„Allerdings stehen konventionelle Abbaumethoden immer stärker in der Kritik“, sagt Dr. Fabian Nitschke vom Institut für Angewandte Geowissenschaften (AGW) des KIT und Mitbegründer der deutsch-chilenischen Initiative Bridge (steht für: German-Chilean Institute for Element Extraction from Brines and Integrated Geological Reservoir Modeling). „Der Status quo belastet Menschen und Ökosysteme vor Ort. Wir wollen zeigen, dass ein Rohstoffabbau auch anders funktionieren kann – schonender, umweltverträglicher und in enger Partnerschaft mit den Menschen vor Ort, in Chile genauso wie in Deutschland.“

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