Modernisierung der Mischerei Renolit investiert in Neubau für Rohstoffaufbereitung in Worms

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Am Hauptsitz des Kunststoffverarbeiters Renolit in Worms schreiten die Bauarbeiten für eine neue Anlage zur Mischung der Rezepturen im Rahmen der Rohstoffaufbereitung, die so genannte Mischerei, voran. Mit einem geplanten Investitionsvolumen von 56 Millionen Euro stärkt das Familienunternehmen damit die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des Standortes.

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf die Baustelle.(Bild:  Renolit)
Ein Blick aus der Vogelperspektive auf die Baustelle.
(Bild: Renolit)

Die Mischerei spielt eine Schlüsselrolle in der Fertigung: Hier werden die verschiedenen Rohstoffe – wie Kunststoffe, Farbpigmente und weitere Zusatzstoffe – exakt nach Rezeptur abgewogen und miteinander vermengt. Das fertige Gemisch ist das Ausgangsmaterial für die Herstellung der Kunststofffolien in den anschließenden Produktionsschritten.

Neben der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit durch einen hohen Automatisierungsgrad ist ein wichtiger Aspekt der Modernisierung die Entlastung der Mitarbeiter im Arbeitsalltag. Künftig übernehmen automatische, selbstfahrende Transportfahrzeuge den Transport der schweren Materialbehälter, wodurch sich die körperliche Belastung für die Belegschaft erheblich verringert. Das neue Gebäude erstreckt sich über mehrere Stockwerke. Ein geschlossener Verbindungstunnel aus Stahl verbindet die neue Mischerei direkt mit der bestehenden Produktionshalle, in der die Kunststofffolien hergestellt werden. Durch diesen Tunnel können die Transportfahrzeuge die Materialien wettergeschützt und vollautomatisch hin- und herbewegen.

Für die Lagerung der Rohstoffe stehen zunächst acht große Lagersilos im Außenbereich bereit. Bei Bedarf kann die Kapazität auf bis zu 16 Silos erhöht werden. Um die verschiedenen Rohstoffe exakt abzumessen, werden 37 automatische Wiegestationen installiert. Eine Spezialanlage stellt zudem sicher, dass auch Kleinstmengen wie Farbpigmente grammgenau beigemischt werden. Sechs große Mischstationen sowie ein modernes, computergestütztes Steuerungssystem gewährleisten einen reibungslosen und sicheren Produktionsablauf.

Bei der Planung wurden auch ökologische Kriterien berücksichtigt. So wird das Gebäude beispielsweise über Wärmepumpen beheizt. Bei den Containermischern kommt eine neue, wartungsärmere Antriebstechnik zum Einsatz, die eine effizientere Kühlung ermöglicht und die Geräuschentwicklung im Betrieb reduziert. Zudem wird durch bauliche Maßnahmen zur Medienrückhaltung sichergestellt, dass keine Produkte in die Umwelt austreten können.

Nach dem Baustart im Februar dieses Jahres soll der Rohbau des Gebäudes bis Dezember 2026 fertiggestellt sein. Der Einbau der neuen Anlagentechnik beginnt im November 2026 und erfolgt parallel zum weiteren Gebäudeausbau. Die Inbetriebnahme der neuen Dosieranlage ist für Juni 2027 vorgesehen.

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