Satelliten-Tool für globales Minen-Monitoring
Flächennutzung im Blick

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Um die räumliche Ausdehnung von Bergbauanlagen und ihren Einfluss auf die Umwelt besser einzuschätzen, hilft nun ein satellitengestütztes Fernerkundungs-Tool. Das Besondere daran: Saisonale Schwankungen und Trends können herausgerechnet werden.

Folgenabschätzung aus dem All: Mit Erdbeobachtung und maschinellem Lernen den Einfluss des Bergbaus auf unseren Planeten messen.(Bild:  HZDR)
Folgenabschätzung aus dem All: Mit Erdbeobachtung und maschinellem Lernen den Einfluss des Bergbaus auf unseren Planeten messen.
(Bild: HZDR)

Metalle stecken in Smartphones, Computern, E-Autos und in Solar- und Windkraftanlagen. Gefördert werden sie rund um den Globus in Bergbauanlagen, was mit erheblichen Eingriffen in die Umwelt einhergeht. „Dass Bergbauanlagen gesetzeskonform betrieben werden, liegt in Europa in der Sorgfaltspflicht der Minenbetreiber. In anderen Regionen der Welt gelten mitunter andere Regularien als bei uns“, sagt Prof. Richard Gloaguen, Leiter der Abteilung Erkundung am Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) des HZDR. „Der Flächenabdruck durch weltweite Bergbauaktivitäten ist heute nur unzureichend quantifiziert. Was bislang fehlt, ist ein Fernerkundungs-Tool, mit dem die Umweltauswirkungen der tausenden Minen weltweit, die den Metalllieferketten zugrunde liegen, verlässlich überwacht und quantifiziert werden.“

Veränderungen in der Vegetation sicher aufspüren

Die Wissenschaftler entwickelten das Fernerkundungs-Tool SHABA, das auf Basis von Satellitenbildern Änderungen in der Vegetation rund um Bergbauanlagen verlässlich aufspüren kann. „Ganz entscheidend ist, dass mit SHABA typische saisonale Änderungen in der Vegetation wie etwa Laubabwurf oder Blütezeiten herausgerechnet und die Daten darüber hinaus auch mit den Trends der Vorjahre abgeglichen werden“, erklärt Vincent E. Nwazelibe, Forscher in der Arbeitsgruppe von Gloaguen und Erstautor der Studie. „So können wir mit SHABA Veränderungen in der Vegetation sicher aufspüren und räumlich und zeitlich exakt zuordnen.“

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