Saugen mit „Wumms“ Kompakte Sauger mit Direktantrieb

Von Udo Truderung, Ruwac Lesedauer: 4 min

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Müssen in der Produktion große Mengen Sauggut beseitigt werden, geraten übliche Industriesauger schnell an ihre Grenzen. Deshalb gibt es Sauger, die speziell für diese Aufgabe entwickelt wurden. Zu ihren Merkmalen gehören leistungsstarke Antriebe und ein schnelles Entleeren des Sammelbehälters.

Die Sauger vom Typ DA 5112 und 5152 wurden für das Aufnehmen großer Sauggutmengen entwickelt.
Die Sauger vom Typ DA 5112 und 5152 wurden für das Aufnehmen großer Sauggutmengen entwickelt.
(Bild: Ruwac)

Gerade beim Schüttgutumschlag kommt es vor, dass konventionelle Industriesauger einfach zu klein sind. Dabei bedeutet klein sowohl mit Blick auf die Leistung als auch auf das Fassungsvermögen des Sammelbehälters.

Unabhängig davon, ob regelmäßig hohe Sauggutmengen zu beseitigen sind oder nur fallweise bei einer Überschüttung: Der Anwender braucht in solchen Fällen einfach einen größeren Sauger, wobei sich das „groß“ nicht auf die Abmessungen bezieht. Kompakt darf und soll er schon sein, aber eben sehr leistungsfähig. Und der Sammelbehälter soll erstens groß und zweitens leicht zu entleeren sein. Sind die Saugutmengen groß, wird auch ein großer Behälter schnell voll. Entsprechend häufig muss dieser dann entleert werden, und das sollte mit wenig Aufwand möglich sein.

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Solche Sauger hat Ruwac mit den Modellen DA 5112 und DA 5152 im Programm. Das „DA“ steht für Direktantrieb, und die Ziffern enthalten die Antriebsleistung des in Deutschland gefertigten Seitenkanalverdichters: Es sind 11 und 15 kW und damit deutlich mehr als bei einem klassischen Industriesauger.

Höhenverstellbare Filtereinheit

Auf den ersten Blick fällt die Position der filternden Abscheideeinheit ins Auge. Sie ist so hoch angebracht, dass unter ihr ein großer Sammel­behälter Platz findet. Was man nicht direkt sieht: Der Sammelbehälter kann mit einer Hubmechanik abgesenkt und dann ganz einfach entnommen werden.

Die Filtereinheit mit Taschenfiltern der Staubklasse L oder M ist so großzügig dimensioniert (4,5 m2), dass sie lange Standzeiten ohne Filterwechsel erreicht. Die Abreinigung findet wahlweise manuell oder per Airshock statt. Aufgrund der modularen Bauweise, die typisch für Ruwac-Sauger ist, kann der Sauger problemlos durch ein Reststaubfilter der Staubklasse H ergänzt werden.

Mit großem Sammelbehälter

Der Sammelbehälter der Standardversion ist mit 150 Litern Fassungsvermögen recht groß. Da aber selbst ein so großer Behälter bei großen Sauggutmengen häufiger entleert werden muss, haben die Ruwac-Ingenieure eine sehr einfache Entnahme des Behälters realisiert. Der Bediener muss nur eine Kurbel betätigen, und der mit einer Kippvorrichtung ausgestattete Behälter wird auf Bodenniveau abgesenkt. Er kann auf eigenen Rollen verfahren und mit Hilfe von Staplertaschen komfortabel und schnell transportiert werden.

Ein weiteres Kennzeichen der DA 5-Serie ist eine moderne Steuerung, die sowohl die Drehrichtung als auch die Temperatur des Motors überwacht und eine Ferneinschaltung des Saugers (z. B. synchron mit dem Einschalten einer Produktionsanlage) ermöglicht. Hervorzuheben ist auch die servicefreundliche Konstruktion: Sämtliche Komponenten sind nach Öffnung des soliden Stahlblechgehäuses gut zugänglich.

Breites Spektrum an Anwendungen

Mit diesem Eigenschaftsprofil eröffnet sich der DA 5-Baureihe ein breites und branchenunabhängiges Einsatzfeld – zum Beispiel bei der Aluminiumverarbeitung. Bei einem Hersteller von Türzargen fallen große Mengen von Aluminiumspänen an, die mit einem DA 5112 beseitigt werden. Der Sauger übernimmt hier eine Doppelfunktion. Er kommt bei der Boden- und Maschinenreinigung zum Einsatz. Und er nimmt über einen Trichter die Alu-Späne auf, die der Bediener mit Druckluft aus den soeben bearbeiteten Profilen bläst. Dank des großen, rollbaren Behälters lassen sich sehr große Spanmengen problemlos aufsaugen und ganz einfach abtransportieren.

Im Terminal eines Getreidehafens sorgt ein DA 5150 für die Reinhaltung der Verladeeinrichtung beim Getreideumschlag. Hier ist der Sauger das Herzstück einer zentralen Sauganlage: Er steht in der obersten Etage der Silos, wohin das einzulagernde Getreide gefördert wird. Ein 278 Meter langes Rohrleitungsnetz, das sich über die drei Etagen erstreckt, erlaubt die Reinigung auf der gesamten Fläche. Sobald das Saugrohr ans Leitungsnetz angeschlossen wird, startet der Sauger. Als Sammelbehälter wird hier eine roll- und kippbare 200-Liter-Tonne genutzt.

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Noch größer ist der Sammelbehälter des DA 5150, den Etex Siniat, ein Hersteller von Gipskartonplatten in Böhlen/Sachsen, als Zentralstation für das Aufsaugen von Gipsstäuben nutzt. Genau wie im Getreideterminal ist der Sauger hier mit einem weitläufigen Rohrleitungssystem verbunden. Das ermöglicht das Saugen auf sämtlichen Flächen und an allen Anlagen bei der allgemeinen Betriebsreinigung – mit einem einzigen Sauger und bei Bedarf auch gleichzeitig auf mehreren Ebenen. Die Kombination von Filtern der Staubklasse M und H lässt nur 0,005 Prozent der feinen Partikel (0,2 bis 2,0 µm) zurück. Die derart gereinigte Luft kann bedenkenlos wieder in die Produktionsumgebung geleitet werden. Als Entsorgungssystem kommt ein rollbarer Container mit einem Fassungsvermögen von 500 Litern zum Einsatz. Damit bietet der Sauger genug Raum für die Stäube, die hier im Arbeitsalltag anfallen. Trotz der großen Staubmengen, die bei Etex anfallen, muss der Container nur selten geleert werden. Dann gibt ein Füllstandssensor ein entsprechendes Signal. Die Leerung lässt sich mit einem Gabelstapler ganz einfach erledigen.

Häufig auch als Zentralstation im Einsatz

Aus Sicht des Anwenders bietet die zentrale Anlage deutliche Vorteile gegenüber den mobilen kleineren Saugern, die Etex vorher für die Betriebsreinigung eingesetzt hat: Die Mitarbeiter müssen keine Steckdose suchen und sich dann Stück für Stück, von einem Stromanschluss zum nächsten vorarbeiten. Stattdessen nehmen sie einfach einen Saugschlauch, den sie an der nächsten Absaugstelle anschließen. Das funktioniert auch dann, wenn mehrere Personen saugen. Dabei hat die Entfernung zwischen Sauger und Absaugstelle, die bis zu 95 Meter beträgt, keine Auswirkungen auf die Reinigungsqualität. Auch das zeigt die Leistungsstärke dieser kompakten und vielseitigen Sauger. (müh)

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