Wer seine Rohstoff-Lagerbestände im Blick hat, kann effizient produzieren und Geld sparen. Das macht sich auch der Estrich-Hersteller Quartzline aus dem niederländischen Dordrecht zunutze, der seine Lagersilos mit Radarsensoren überwacht.
Die Investition in die Füllstand- und Grenzstandmesstechnik von Vega (im Bild der Radarsensor Vegapuls) hat sich für den Estrich-Hersteller Quartzline mehr als gelohnt.
(Bild: Vega)
Das 1976 gegründete Familienunternehmen Quartzline hat sich auf die Herstellung von Kunstharz-Gussböden spezialisiert. Innerhalb weniger Jahrzehnte wurde aus dem kleinen Betrieb ein Global Player mit Sitz vor den Toren Rotterdams. Übernahm das Unternehmen anfangs das Verlegen der Böden noch selbst, hat es sich inzwischen zu einem der größten Produzenten der Boden-Komponenten entwickelt.
B-Teil sorgt für die richtige Konsistenz
„Wir stellen die Komponenten her, mit denen Fachbetriebe die Böden bei ihren Kunden vor Ort dann verlegen. Wir selbst liefern nicht an Privatkunden“, erklärt Fred van Zanten, Betriebsleiter bei Quartzline. Er veranschaulicht die verschiedenen Arbeitsschritte im Unternehmen an einem Sand-Kies-Boden. „Dieser besteht aus Kiesgranulat, das wir hier getrocknet und ganz gezielt nach Größe selektiert haben. Wir können einen solchen Boden in jeder vom Kunden gewünschten Farbe herstellen“, zählt er auf. Auch die Färbung der Körnung nimmt Quartzline vor. Gleiches gelte für Böden, die hauptsächlich aus Sand bestehen. Dort werde der Sand ebenfalls nach Größe ausgewählt, getrocknet und gefärbt. „Unsere Böden bestehen immer aus einem A- und einem B-Teil. Der A-Teil enthält den Sand oder Kies. Der B-Teil enthält die Stoffe, die dafür sorgen, dass sich der Boden verflüssigt, gut fließt und dann aushärtet“, gibt der Betriebsleiter einen Einblick in die Herstellung.
Bei Quartzline werden knapp zehn unterschiedliche Arten von Böden hergestellt. Sie können aus verschiedenen Körnungen und einer Vielzahl an Farben hergestellt werden, sodass die Zahl der möglichen Ausführungen immens ist.
Schon gewusst?
In den Niederlanden finden sich die Böden von Quartzline sowohl in Privathäusern als auch in Unternehmen. Typisch ist etwa ein Autohaus, das seinen Ausstellungsraum und Werkstatt mit Quartzline-Böden ausgestattet hat. Auch kleinere Flächen in Privathaushalten lassen sich mit den Böden gestalten. So wird in jüngerer Zeit auf dem privaten Markt ein zunehmendes Interesse an Sand-Zement-Böden verzeichnet. Ein Beispiel ist der Beton Ciré, ein Betonputz, den man immer häufiger in Wohnzimmern sieht. Dieser lässt sich auch auf Wände auftragen, so dass man in einem Badezimmer keine Fliesen mehr benötigt.
Vor wenigen Jahren bezog das Unternehmen ein neues, multifunktionales Gebäude in Dordrecht. Eigentümer Arthur Kaptein setzte das Augenmerk auf die Möglichkeit, Sand und Kies fortan vor Ort trocknen zu können. Das prägte die Gestaltung des Gebäudes, das zu einem einzigartigen Objekt geworden sei, meint van Zanten. Entstanden sei eine komplexe Anlage, die alle Anforderungen des Unternehmens erfüllt: „Wir können Sand trocknen, Sand sieben, Kies sieben, alle Mischungen in Hunderten von Farben herstellen, und wir können gefärbte Produkte zurückgewinnen.“
Eine saubere Sache
Extreme Sauberkeit ist im Produktionsprozess des Estrich-Herstellers unerlässlich. Dabei sind ähnlich hohe Standards wie in der Lebensmittelindustrie erforderlich. Warum das so ist, macht van Zanten an einem Beispiel deutlich: „Nehmen wir an, ein Kunde möchte einen tiefschwarzen Fußboden für sein Büro. Kein Problem, wir machen das. Als nächstes produzieren wir für einen Kunden, der sich einen roten Boden wünscht. Hat sich nur ein einziges schwarzes Teilchen irgendwo im System festgesetzt, haben wir ein Problem. Wir können dem Kunden schließlich nicht sagen: ‚Legen Sie einfach einen Teppich drüber.‘ Qualität und Farbe müssen stimmen.“
Wir können dem Kunden nicht sagen: Legen Sie einfach einen Teppich drüber.
Fred van Zanten, Betriebsleiter bei Quartzline
Im Produktionsalltag vermeidet Quartzline, direkt nach einem schwarzen einen roten Boden herzustellen. Dort wird auf eine passende Produktionsreihenfolge geachtet. Dennoch: Prinzipiell sollte es möglich sein, Rot direkt nach Schwarz zu produzieren, so van Zanten. Deshalb werden „die verwendeten Mischer nach einer Charge mit einem riesigen Staubsauger sehr gründlich gereinigt, um zu verhindern, dass ein Korn irgendwo in die nächste Charge hinüberspringt“.
Auf die Produkte von Vega aufmerksam geworden ist Quartzline durch das Bauunternehmen, das den Firmenneubau begleitet hat. Es habe die Radar-Füllstandmessung als zuverlässige und robuste Lösung für die Anwendung ins Spiel gebracht und die Messgeräte von Vega dafür empfohlen. Zunächst testete Quartzline die Messtechnik in einem Pilotprojekt bei einem Silo im alten Werk. „Das hat ausgezeichnet funktioniert“, erinnert sich van Zanten. Daraufhin wurden alle Silos im neuen Werk mit den Radarsensoren ausgestattet.
Im Tanklager, in dem die Flüssigkeiten für die Böden gelagert werden, sind außerdem Vibrationsgrenzschalter Vegawave im Einsatz. Auch an der ST-Anlage, aus der flüssige Produkte unter Vakuum in den Mischer geleitet werden, wurde ein Grenzschalter von Vega installiert. Nicht zuletzt werden die Silos neben den Radar-Füllstandmessgeräten zusätzlich mit Vegawave S61 Grenzschalter überwacht.
Es gibt zwar Alternativen zur Radar-Füllstandmessung, aber diese sind weniger interessant. Rob Smulders von Vega Niederlande erklärt, was möglich ist: „Manchmal werden auch mechanische Methoden verwendet, wie zum Beispiel eine Seilzug-Füllstandanzeige mit Schwimmer. In Sand, der ziemlich abrasiv ist, würde ich das nicht empfehlen. Die berührungslose Radar-Füllstandmessung ist bei weitem die beste Methode.“
Bei abrasiven Medien ist die berührungslose Radar-Füllstandmessung bei weitem die beste Methode.
Rob Smulders, Vega Niederlande
Im alten Werk ermittelte Quartzline die Füllstände seiner Silos noch auf eine recht komplizierte Weise: „Wir verwendeten dazu einen sehr langen Aluminiumstab und einen Hammer, um festzustellen, wie viel noch in den Silos war. Das war an sich in Ordnung, aber bei unseren neuen Silos und den Mengen, die wir hier inzwischen haben, wäre das keine gute Idee. Nicht umsonst wird die Radar-Füllstandmessung auch in fast allen Betonwerken eingesetzt“, erkennt van Zanten die großen Vorteile der modernen Messweise.
Sämtliche Herausforderungen gemeistert
Bei abrasiven Medien spielt der Radarsensor Vegapuls als berührungsloses Radar-Füllstandmessgerät seine Vorteile voll aus. Auch unter den schwierigen und vor allem staubigen Bedingungen in den hohen Silos liefert er präzise Messergebnisse. Die Herausforderungen, die die besonderen Gegebenheiten bei Quartzline mit sich bringen, konnten gelöst werden. „Bei einigen Produkten hatten wir mit Brücken- und Kraterbildung in den Silos zu kämpfen“, weiß van Zanten. „An der Silowand blieb dann manchmal ein ziemlich großer Sandrand hängen. Das Messgerät erkannte diesen Rand als die Obergrenze des Rohstoffes in diesem Silo, bis die Brücke umkippte und das Füllstandmessgerät plötzlich 20 Tonnen weniger Rohstoff anzeigte. Wir haben das Problem mit Belüftungsanlagen in den Silos gelöst, so dass die Gefahr der Brücken- und Kraterbildung deutlich verringert wurde.“
Investition macht sich bezahlt
Betriebsleiter Fred van Zanten ist überzeugt, dass sich die Investition in die Messtechnik für das Unternehmen mehr als gelohnt hat. „Die Füllstandmessgeräte machen sich selbst ja bezahlt. Weil wir jetzt einen sehr genauen Einblick in unsere Bestände haben, können wir kostengünstiger einkaufen. Wenn die Preise zu einem bestimmten Zeitpunkt hoch sind und wir noch etwas warten können, kaufen wir ein paar Tage später zu niedrigeren Preisen ein. Ein Silo kann den Inhalt von drei Lastwagen aufnehmen, da gibt’s also viel Spielraum“, verdeutlicht er die Vorteile, die sich für Quartzline durch die moderne Füllstandmessung ergeben.
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