Rohstoffversorgung Verband sieht erhebliche Risiken in der Wertschöpfungskette

Quelle: Pressemitteilung Masterbatch Verband 1 min Lesedauer

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Die geopolitischen Störungen wichtiger Handelsrouten sieht der Masterbatch-Verband, eine Fachabteilung des Verbandes der Mineralfarbenindustrie, mit großer Sorge. Aufgrund der damit verbundenen Kapazitätsengpässe bei Rohstoffen sind Lieferengpässe oder sogar Lieferausfälle zu befürchten.

Die Vorstandsmitglieder des Verbandes der Mineralfarbenindustrie: Joachim von Schlenk, Michael Ertl, Ulrich Kabelac, Dr. Heike Liewald, Martin Fabian, Dr. Emmanuel Auer und Dr. Andreas Stohr (v.l.n.r.).  (Bild:  VdMi)
Die Vorstandsmitglieder des Verbandes der Mineralfarbenindustrie: Joachim von Schlenk, Michael Ertl, Ulrich Kabelac, Dr. Heike Liewald, Martin Fabian, Dr. Emmanuel Auer und Dr. Andreas Stohr (v.l.n.r.).
(Bild: VdMi)

Die Eskalation des Nahost-Konflikts und die Sperrung der Straße von Hormus lösen besorgniserregende Kapazitätsengpässe nicht nur bei Polyolefinen, sondern auch bei styrolbasierten und technischen Kunststoffen aus. Nahezu alle Bereiche der Kunststoff-verarbeitenden Industrie sind betroffen. Konkret gibt es Meldungen aus den Anwenderbereichen Verpackungsindustrie, wie den Kosmetikverpackungen und Folienherstellern sowie aus der Automobilindustrie, heißt es in einer Pressemeldung.

Auch die Lieferketten anderer chemischer Rohstoffe sind durch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten beeinträchtigt. Dies trifft insbesondere Additive und bestimmte organische Pigmente, die in der Regel nicht durch Alternativen zu ersetzen sind. Die Vorprodukte für diese Pigmente kommen hauptsächlich aus China oder Indien, die wiederum ihr Rohöl zu großen Teilen aus dem Nahen Osten beziehen. Verlängerte Seetransit-Zeiten bei alternativen Routen und Beeinträchtigungen in der Luftfracht aufgrund von gesperrten Lufträumen vermindern die Planbarkeit bei der Beschaffung.

Martin Fabian, Vorsitzender des Masterbatch-Verbands, betont: „Die aktuellen Einschränkungen bei der Verfügbarkeit wichtiger Polymere und auch Spezialchemikalien treffen die Masterbatch-Industrie an einer zentralen Stelle der Wertschöpfungskette. Wenn die Stoffströme weiter gestört bleiben, spüren das sehr schnell auch viele Anwenderindustrien. Umso wichtiger sind verlässliche und pragmatische Rahmenbedingungen, um die Versorgungssicherheit und Produktion nicht zusätzlich zu erschweren.“

Die eingeschränkte Rohstoffverfügbarkeit kommt zu den bereits bestehenden strukturellen Herausforderungen hinzu, mit denen die Masterbatch-Hersteller langfristig konfrontiert sein werden.

Der 1998 gegründete Masterbatch Verband mit Sitz in Frankfurt am Main ist eine Fachabteilung des Verbandes der Mineralfarbenindustrie (VdMi) und hat derzeit 19 Mitglieder.

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