Dekarbonisierung der Zementindustrie SPIE errichtet weltweit erste CCU-Großanlage für Zementwerk

Quelle: Pressemitteilung SPIE 1 min Lesedauer

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SPIE, der unabhängige Multitechnik-Dienstleister in den Bereichen Energie und Kommunikation, errichtet im Auftrag von Linde Engineering die weltweit erste CCU-Großanlage (Carbon Capture & Utilisation) im industrietechnischen Maßstab für die Zementindustrie.

Die CCU-Anlage ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der CO₂-intensiven Zementindustrie.(Bild:  SPIE)
Die CCU-Anlage ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der CO₂-intensiven Zementindustrie.
(Bild: SPIE)

Die Anlage entsteht im Zementwerk Lengfurt von Heidelberg Materials und soll 2025 mit einer Abscheidekapazität von 70.000 Tonnen CO₂ pro Jahr in Betrieb gehen. Das abgeschiedene und aufbereitete Gas kann dank seiner Reinheit sowohl in der Chemie- als auch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden. SPIE übernimmt den Großteil der mechanischen Montagen der Anlage.

Die CCU-Anlage wurde von Linde Engineering geplant und ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der CO₂-intensiven Zementindustrie. Sie scheidet das beim Verbrennungsprozess entstehende Kohlendioxid ab und ermöglicht eine direkte Weiterverwertung des wertvollen Rohstoffes für industrielle Anwendungen. Denn die Herstellung einer Tonne Zement in Deutschland ist laut Verein der deutschen Zementwerke (VDZ) durchschnittlich mit 600 Kilogramm CO₂-Emissionen verbunden. Zwei Drittel davon entfallen auf die rohstoffbedingten Prozessemissionen, die beim Brennen des Kalksteins entstehen. Damit betragen die CO₂-Emissionen der Zementindustrie laut VDZ aktuell etwa 20 Mio. Tonnen pro Jahr, was etwa zwei Prozent der nationalen CO₂-Emissionen entspricht.

Zum Leistungsumfang von SPIE gehören das Pre-Dressing der Kolonnen (also die notwendigen Vorarbeiten vor dem Aufstellen), die Vorfertigung und Montage der Rohrleitungen, die komplette Stahlbaumontage, ein Großteil der Equipment-Montagen, die Montage von Halterungen sowie Isolierung und Korrosionsschutz. Im September startete die Installation der ersten Apparate und Behälter.

Für den Bau und Betrieb der Anlage haben die beiden Unternehmen Linde Gas und Heidelberg Materials das Joint Venture „Capture-to-Use“ (Cap2U) gegründet. Das Projekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) unterstützt.

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