Elektrostatische Sprühtrocknung
Pulverherstellung mit verbesserten Eigenschaften und Partikeldesign

Von Marcel Ziemski 4 min Lesedauer

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Müssen Pulver hergestellt werden, die bestimmte Pulvereigenschaften erzielen sollen, wird auf die elek­trostatische Sprühtrocknung zurückgegriffen. Etwa, wenn Pulver nach der Sprühtrocknung nachgranuliert werden müssen, um diesen auf die Sprünge zu helfen – sprich um sie fließfähig zu gestalten. Auf diesen Schritt der Nachgranulierung kann bei der elektrostatischen Sprühtrocknung verzichtet werden.

Bei der elektrostatischen Sprühtrocknung braucht es keine Nachgranulierung, um Partikel fließfähig zu machen.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Bei der elektrostatischen Sprühtrocknung braucht es keine Nachgranulierung, um Partikel fließfähig zu machen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Seit mehreren Jahrzehnten schon wird die Sprühtrocknung in der Industrie zur Herstellung von Pulvern eingesetzt. Klassische Anwendungen reichen von Milchpulver über Proteine bis hin zu pharmazeutischen Wirkstoffen. Fluid Air, eine Tochter von Spraying Systems hat in den letzten Jahren eine neuartige und innovative Art der Sprühtrocknung entwickelt, dass Polardry-System. Dies nutzt elektrostatische Kräfte, um die Trocknung zu unterstützen. Hierdurch werden Trocknungstemperaturen von bis zu 30 °C realisierbar. Gerade für Anwendungen mit thermisch sensitiven Produkten kommt das System daher in Frage. Durch den ausschließlichen Einsatz von Stickstoff als Trocknungs- und Zerstäubungsgas wird Denaturierung und Oxidation am Produkt minimiert. Dies garantiert ein höherer Erhalt an thermisch sensitiven Komponenten.

Der Name Polardry resultiert aus dem Prinzip des Einflusses der Elektrostatik auf unterschiedliche Polaritäten. Die verschiedenen Komponenten in der flüssigen zu trocknender Lösung werden je nach Polarität unterschiedlich stark beeinflusst. Die Komponenten in der Lösung mit hoher Polarität (Lösemittel) werden stärker aufgeladen und drängen durch ihre Bewegung an den äußeren Rand des Partikels. Hierdurch wird die Aufnahme der Feuchtigkeit vereinfacht, wodurch die geringen Trocknungstemperaturen erreicht werden.