Entscheidungshilfe für das Fördern von Schüttgütern
Pneumatische Förderung: Welches Verfahren ist das richtige?

Ein Gastbeitrag von Fabian Kleinert, Team Coordinator Marketing, Azo GmbH 6 min Lesedauer

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Wenn es darum geht, Schüttgüter schonend, zerstörungsfrei und ohne Entmischung von A nach B zu fördern, ist die pneumatische Förderung ein probates Mittel. Je nach Fördergut kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz.

Welches Förderprinzip ist das richtige? Dafür empfiehlt sich zunächst der Blick auf den Rohstoffcharakter.(Bild:  Azo)
Welches Förderprinzip ist das richtige? Dafür empfiehlt sich zunächst der Blick auf den Rohstoffcharakter.
(Bild: Azo)

Die pneumatische Förderung beginnt immer mit dem Blick auf den Rohstoff, entweder auf eine umfassende Rohstoff-Datenbank - bei Azo sind bereits über 10.000 Rohstoffe und ihre zugehörigen physikalischen Eigenschaften erfasst - oder in Form einer umfassenden Analyse im Azo-Labor für Rohstoff-Analytik. Dort können wesentliche Eigenschaften der Rohstoffe analysiert und damit eine Beurteilung zum erwarteten verfahrenstechnischen Verhalten vorgenommen werden. Neben der Schütt-, Stampf- und Rohstoffdichtebestimmung lassen sich auch die Partikelgrößenverteilung und Partikelform mittels Vibrationssiebung, Luftstrahlsiebung, dynamischer Bildanalyse und Digitalmikroskopie bestimmen.

Herstellung von Milchprodukten bzw. sprühgetrockneten Produkten

Agglomeriertes Milchpulver wird mit einer Azo Multiair-Dichtstrom-Förderung mit Tandem-Druckgefäßen über eine Distanz von 60 Metern schonend und zerstörungsfrei in die Puffersilos gefördert. Von den Puffersilos aus kann das Milchpulver zur Abfüllung sowohl auf eine automatische Sackfüllanlage als auch auf eine Anlage zur Befüllung von Big Bags gefördert werden. Hierbei kommt die pneumatische Saugplus-Dichtstrom-Förderung zum Einsatz. Diese zeichnet sich durch einen schonenden und entmischungsfreien Transport des Pulvers aus. Das Big-Bag-Befüllsystem kann als Pre- oder auch als Postgassing-System ausgeführt werden. Dies ermöglicht eine Inertisierung vor oder nach dem Abfüllprozess, um die Haltbarkeit des Milchpulvers zu verlängern. Die Oberflächen der Anlage sind aufgrund der hohen hygienischen Anforderungen im speziellen ViwateQ-Finish, um die Flächen optimal zu reinigen. Die gesamte Anlage wird durch das Azo-Prozessleit- und Visualisierungssystem gesteuert und überwacht. Die Steuerung gewährleistet die lückenlose Dokumentation und das Tracking und Tracing des Herstellungsprozesses.