Sichere und hocheffiziente Batteriemassenherstellung
Herstellung von Batteriemassen: Die Schnittstellen müssen stimmen

Ein Gastbeitrag von Hans Schneider Vice President Technology & Innovation, Zeppelin Systems 6 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Bisher liegt der Fokus in der Batteriemassenherstellung häufig auf dem Mischer und der perfekten Homogenisierung des Elektrodenmaterials. Für qualitativ hochwertige Elektroden muss jedoch der gesamte Prozess betrachtet werden.

Zeppelin Systems achtet nicht nur auf die einzelnen Komponenten im Prozess, sondern insbesondere auf deren Schnittstellen.(Bild:  Zeppelin Systems GmbH)
Zeppelin Systems achtet nicht nur auf die einzelnen Komponenten im Prozess, sondern insbesondere auf deren Schnittstellen.
(Bild: Zeppelin Systems GmbH)

Selbst wenn der Absatz an Elektrofahrzeugen derzeit stagniert, führt in Zukunft kein Weg an der Elektromobilität vorbei. Besondere Aufmerksamkeit erfährt dabei die Fertigung der dafür nötigen Batteriezellen, insbesondere der Elektrode. Noch werden diese überwiegend nassbeschichtet, da das langjährig etablierte Verfahren eine gute Dosierung und einen hohen Durchsatz der Materialien ermöglicht. Allerdings richtet sich bereits heute der Blick auf trockenbeschichtete Elektroden, da diese einige Vorteile mit sich bringen.

Bei der Nassbeschichtung werden teilweise toxische, flüssige Vormischungen verwendet. Im Trockenverfahren benötigt man dagegen keine giftigen Lösemittel, die anschließend mühsam aus dem Prozess entfernt werden müssen. Dies spart viel Energie und schont die Umwelt. Zudem wird deutlich weniger Platz benötigt. Werden die Herstellkosten für die Elektroden reduziert, wird sich das zukünftig in den Kosten für die Batterien widerspiegeln. Auch in Bezug auf zukünftige Giga-Factories (siehe Kasten) werden trockenbeschichtete Elektroden immer interessanter.