Mischtechnologie für zukunftssichere Batterieproduktion
Fortschritt aus dem Mischer

Von Dr. Stefan Gerl Leiter Verfahrenstechnik, Eirich 4 min Lesedauer

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Anpassungsfähige und zukunftssichere Mischtechnologien spielen in der Evolution moderner Batterieproduktion eine entscheidende Rolle. Wie kann innovative Anlagentechnik nicht nur den neuen Anforderungen gerecht werden, sondern langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der Branche sichern?

Der Mixsolver kombiniert einen drehenden Mischbehälter mit einem exzentrisch platzierten Mischwerkzeug. (Bild:  www.fabh.de Horst Bernhard)
Der Mixsolver kombiniert einen drehenden Mischbehälter mit einem exzentrisch platzierten Mischwerkzeug.
(Bild: www.fabh.de Horst Bernhard)

Die industrielle Batterieproduktion steht vor tiefgreifenden Herausforderungen: steigender Leistungsanspruch, Kostendruck, Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit robuster, skalierbarer Prozesse. Insbesondere die Herstellung von Elektrodenmassen – zentral für Zellqualität und Lebensdauer – rückt dabei in den Fokus. Entscheidend ist eine Mischtechnologie, die nicht nur heutigen Anforderungen gerecht wird, sondern auch flexibel auf zukünftige Entwicklungen reagieren kann.

Die Homogenität der Slurry, der effektive Aufschluss von Aktivmaterialien sowie eine reproduzierbare Viskosität im engen Toleranzbereich sind die heute maßgeblichen Qualitätskriterien. Konventionelle Planetary Despa (PD)-Mischer stoßen dabei jedoch zunehmend an ihre Grenzen: Bei größer werdenden Maschinen steigen Energieverbrauch, Materialanhaftungen und Reinigungsaufwand, während die Prozessstabilität leidet. Die schnell laufenden Dissolver skalieren nicht geometrisch ähnlich mit. Dies führt dazu, dass freigesetzte Motorwärme nicht ausreichend abgeführt werden kann. Rezepturabweichungen und Viskositätsschwankungen mit Auswirkungen auf Zellleistung und Ausschussrate sind die Folge.