Aufbreitung von metallischen Rohstoffen
Flotation: Verbesserter Auftrieb für Erze

Quelle: Pressemitteilung Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) 2 min Lesedauer

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Die Flotation ist eines der wichtigsten Verfahren zur Mineraltrennung. Die Auswahl und Dosierung der Reagenzien ist jedoch komplex, zeit- und kostenintensiv. Nun wurde ein Workflow zur ökonomischen und ökologischen Optimierung und Hochskalierung von Flotationsreagenzien entwickelt.

Wie funktioniert der Workflow bei der Hochskalierung von Flotationsreagenzien? Wissenschaftler geben nun eine Antwort.(Bild:  Kombination EFRE-ESF und Sachsen ©Copyright: SAB)
Wie funktioniert der Workflow bei der Hochskalierung von Flotationsreagenzien? Wissenschaftler geben nun eine Antwort.
(Bild: Kombination EFRE-ESF und Sachsen ©Copyright: SAB)

Die Flotation ist das wichtigstes Aufbereitungsverfahren für metallische Rohstoffe. Bei diesem Prozess führt man einer Flüssigkeit mit fein gemahlenen Partikeln Gasblasen zu, sodass die Blasen an Teilchen mit wasserabstoßender Oberfläche haften. Diese steigen mit den angehängten Luftblasen nach oben und bilden eine Schaumschicht, die abgeschöpft werden kann. Mineralpartikel haben unterschiedliche Oberflächeneigenschaften, doch erst durch den gezielten Einsatz selektiv adsorbierender Reagenzien – Stoffen, die bei Kontakt mit bestimmten anderen Stoffen eine Reaktion auslösen – wird gesteuert, an welche Partikel sich Gasblasen gezielt anlagern können Um die Effizienz der Partikeltrennung zu erhöhen, kommen verschiedene Reagenzien zum Einsatz. Jedoch ist die Quantifizierung des Potenzials neuer Reagenzien in industriellen Flotationsverfahren sehr kostspielig und zeitaufwendig.

„Flotationsreagenzien sind entscheidend für die Anreicherungseffizienz. Das Wissen über ihre Wirkung basiert oft nur auf Versuchen im Labormaßstab. Die Auswahl und Dosierung der Reagenzien erfolgte bisher häufig informell, subjektiv und empirisch, basierend auf Erfahrungswerten", erläutert Doktorand Borhane Ben Said am Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) die Herausforderungen. Ein Reagenzsystem besteht aus mehreren Komponenten, deren Wechselwirkungen komplex sind. „Ein einfacher Austausch eines Reagenzes führt daher selten zum gewünschten Erfolg. Vielmehr müssen Faktoren wie Dosierung, Anwendung und Wechselwirkungen mit anderen Reagenzien und Mineralen berücksichtigt werden.“

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