Aktuell wenig Produktion, aber viele potenzielle Projekte Europäische Batteriezellproduktion

Quelle: Pressemitteilung BGR 1 min Lesedauer

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Die europäische Batteriezellproduktion dürfte im Jahr 2024 rund 190 GWh betragen – bei deutlich höherer Kapazität. Mit den derzeit in Europa im Bau befindlichen Anlagen zur Batteriezellfertigung sollen weitere mehr als 500 GWh dazu kommen. Allerdings gerät dies durch die Insolvenz von Northvolt ins Stocken.

Europäische Wertschöpfung bis zur Batteriezelle auf dem Prüfstand(Bild:  DERA)
Europäische Wertschöpfung bis zur Batteriezelle auf dem Prüfstand
(Bild: DERA)

Mehr als 20 Prozent des Ausbauvolumens der europäischen Batteriezellproduktion entfallen auf das schwedische Unternehmen Northvolt, dessen kürzlich gemeldete Insolvenz in den USA Zweifel an der Umsetzung der Ausbaupläne für Europa aufwirft. Vor allem in Ungarn aber auch in Deutschland wurden europaweit bisher die meisten Zellproduktionsstandorte in Betrieb genommen. Bis zum Jahr 2030 dürfte die Zahl an neuzugelassenen Elektroautos in Europa laut VDI/VDE-IT (Q2 2024) im realistischen Szenario auf 12 Millionen Fahrzeuge pro Jahr steigen. Es wird erwartet, dass die europäische Batteriezellproduktionskapazität bis dahin 900 GWh erreichen wird. Jedoch haben bereits einige Akteure entlang der Batteriewertschöpfungskette ihre Projekte aufgrund der derzeitigen Marktkonsolidierung in Europa zurückgestellt.

Das derzeit hohe Angebot an Batterierohstoffen hat deren Preise fallen lassen. Dies stellt die Bergbauindustrie global und insbesondere in Europa vor Herausforderungen. Bei den derzeit niedrigen Preisen und dem hohen Kostendruck gestaltet sich die Finanzierung und damit Entwicklung von Bergbau- und Weiterverarbeitungsprojekten von Batterierohstoffen in Europa besonders schwierig.

Europaweit gibt es derzeit nur wenig Bergbau- und Raffinadeproduktion, von Lithium, Graphit, Nickel und Kobalt, allerdings viele Projekte, die noch vor der industriellen Produktionsphase stehen. Trotz dessen wird die europäische Batteriezellproduktion auf absehbare Zeit stark von Importen von Rohstoffen Komponenten für die Zellproduktion abhängig bleiben. 

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