Vom Gelben Sack zum Regranulat Effizienz beim Recycling steigern

Von Jörg Dandl, Vertriebsleiter, Netter GmbH 3 min Lesedauer

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Wie verbindet man Nachhaltigkeit und Produktivität? Mit der gezielten Verdichtung von recyceltem Kunststoff lassen sich Platz, Kosten und Zeit sparen.

Der Weg von gebrauchten Kunststoffverpackungen aus dem Gelben Sack in hochwertige Kunststoffgranulate besteht aus vielen Schritten.(Bild:  Netter GmbH)
Der Weg von gebrauchten Kunststoffverpackungen aus dem Gelben Sack in hochwertige Kunststoffgranulate besteht aus vielen Schritten.
(Bild: Netter GmbH)

Die intelligente Konfektionierungstechnik bei Kunststoffen ist das A und O. Daher heißt es schon aus Gründen der Nachhaltigkeit: Behältervolumina maximal ausnutzen und Logistikkosten reduzieren. Wie das funktioniert, zeigen Vogt-Plastic und Netter.

Vogt-Plastic zählt zu den technologisch führenden Unternehmen im Kunststoff-Recycling. An mehreren Standorten in Deutschland verwertet das Unternehmen gebrauchte Kunststoffverpackungen aus dem Gelben Sack und wandelt sie in hochwertige Sekundärrohstoffe für die Industrie um, die als Ersatz für neuen Kunststoff dienen. Die hergestellten Regranulate sind in der Verarbeitung neuem Kunststoff gleichwertig und erfüllen gleichzeitig die hohen Anforderungen der Kunden hinsichtlich Reinheit, Partikelgröße und Homogenität. Vogt-Plastic trägt damit maßgeblich zur Kreislaufwirtschaft bei, denn die gewonnenen Materialien ersetzen Neumaterialien und fließen zurück in industrielle Anwendungen.

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Viele Prozesse auf dem Weg zum Granulat

Der Weg von der gebrauchten Verpackung zum nutzbaren Rohstoff ist komplex. Vogt-Plastic produziert sortenreine Regranulate aus Polyethylen, Polypropylen und Polystyrol. Der Prozess umfasst das Sortieren, Waschen, Trennen, Zerkleinern, Aufbereitung, Extrusion sowie Homogenisierung.

Zunächst werden die Inhalte der Gelben Säcke zerkleinert und geschreddert. Im Anschluss werden metallische Bestandteile mit magnetischen Systemen abgetrennt und leichte Folien mit Luftströmen entnommen. Anschließend folgt die präzise Sortierung nach Kunststoffarten. Die so gewonnenen Flakes, im Fachjargon Mahlgut, werden in Partikelgrößen bis maximal einem Zentimeter aufbereitet und vor der Extrusion in Big Bags zwischengelagert. Gerade dieser Schritt stellte Vogt-Plastic lange Zeit vor Herausforderungen.

Die Problematik: Die Big Bags wurden ungleichmäßig gefüllt, wodurch sich im Material ein konischer Hohlraum bildete. Die Säcke standen instabil und konnten beim innerbetrieblichen Transport mit dem Gabelstapler kippen. Auch beim Transport per Lkw bestand das Risiko von Lastverschiebungen. Zudem verhinderte die ungleichmäßige Verteilung eine optimale Flächennutzung: die Säcke fassten im Durchschnitt nur etwa 600 kg Material.

Für ein Unternehmen, das im 24/7-Betrieb große Mengen an zerkleinertem Kunststoff bewegt, folgten daraus dies nicht nur Sicherheitsrisiken, sondern auch erhöhte Logistikkosten. Besonders in der Lager- und Transportlogistik summierten sich die Nachteile schnell, sowohl in wirtschaftlicher als auch in ökologischer Hinsicht.

Gleichmäßige Verdichtung des Materials

Die Lösung kam in Form von Vibrationstechnik: Vogt-Plastic setzt inzwischen zwölf Vibrationstische der Serie VTF von Netter Vibration ein. Diese Tische erzeugen Schwingungen, die das Material im Big Bag gleichmäßig verdichten. Hohlräume werden geschlossen, das „Mahlgut“ setzt sich homogen und bildet eine stabile, kompakte Struktur. Die Auswirkungen sind sofort sichtbar: Statt bisher nur 600 kg lassen sich nun bis zu 800 kg pro Big Bag einfüllen, das wiederum entspricht einer Ersparnis von 33 Prozent an Logistik Kosten.

Netter Vibration liefert dabei nicht nur eine maßgeschneiderte Lösung für Vogt-Plastic, sondern ist ein erfahrener Experte für Verdichtungstechnik in unterschiedlichen Branchen. Systeme für Gebinde jeder Größe sind im Angebot, von kleinen Pappschachteln bis hin zu Gütercontainern. Die VTF-Vibrationstische in Flachbauweise zeichnen sich durch robuste Konstruktion, hohe Belastbarkeit, präzise Schwingungsübertragung sowie optimale Schwingungslagerung aus, was sie für Schüttgutprozesse in der Recyclingwirtschaft als besonders geeignet auszeichnet.

Über die reine Logistikeffizienz hinaus hat die Verdichtung auch einen nachhaltigen Effekt: weniger Gebinde, reduzierte Transporte und eine kompaktere Materiallogistik tragen unmittelbar zur Senkung von CO2-Emissionen bei. Gleichzeitig sorgt die verbesserte Prozess-Sicherheit dafür, dass wertvolle Rohstoffe ohne Verluste und Störungen durch den Recyclingkreislauf geführt werden können.

Der gemeinsame Einsatz von moderner Recyclingtechnologie bei Vogt-Plastic und industrieller Vibrationstechnik von Netter Vibration zeigt nachdrücklich, wie Prozessoptimierung, Sicherheit und Nachhaltigkeit in der Schüttgutindustrie zusammenspielen können. Dies ist ein Best-Practise-Beispiel dafür, wie zwei spezialisierte Unternehmen gemeinsam einen beachtenswerten Beitrag zur effizienten Kreislaufwirtschaft leisten.

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