Pilotanlage zur Gastrocknung mit keramischen Membranen
Bis zu 90 Prozent weniger Energie

Quelle: Pressemitteilung Fraunhofer IKTS 3 min Lesedauer

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Bevor Erdgas, Biomethan, Wasserstoff ins Leitungsnetz dürfen, muss man Wasseranteile entfernen. Dies gelingt nun mit nanoporösen Membranen – schnell, sauber und mit sehr geringem Energieaufwand.

Pilotanlage beim Partner in Staßfurt zur Gastrocknung mit keramischen Membranen(Bild:  Fraunhofer IKTS)
Pilotanlage beim Partner in Staßfurt zur Gastrocknung mit keramischen Membranen
(Bild: Fraunhofer IKTS)

Wasser in Wasserstoff, Erdgas oder Biomethan kann in Leitungen Korrosion verursachen und die Funktionsfähigkeit von Ventilen oder Sensoren gefährden. Bisher werden die Gase vor der Einleitung ins Netz mit Triethylenglycol (TEG) in Kontakt gebracht, das Wasser absorbiert. Vor der erneuten Verwendung der Chemikalie wird das absorbierte Wasser durch Destillation bei etwa 200 Grad Celsius entfernt. Die hohe Temperatur verursacht Crack-Prozesse im TEG, es entstehen unerwünschte Gase, die verbrannt werden müssen. Eine insgesamt sehr energieintensive Prozedur, die auch CO2-Emissionen verursacht.

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS am Standort Hermsdorf haben nun eine Methode entwickelt, die das Wasser mithilfe von Membrantechnologie aus dem Gas extrahiert. Das Gas wird durch eine Keramikröhre geleitet. Deren Innenwand ist mit einer extrem dünnen, nanoporösen Schicht, die als Membran wirkt, bedeckt. Da Wassermoleküle kleiner sind als Gasmoleküle, schlüpfen sie durch die Poren und werden dann durch den ebenfalls porösen Keramikträger nach außen geleitet.

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