gesponsertFilter in Industriesaugern, Absauganlagen und Entstaubern Auswahlkriterien für die Filterbauart von Industriesaugern und Absauganlagen

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Bei der Projektierung einer Absauganlage oder eines Entstaubers stellt sich die Frage: sollte ein Taschen- oder ein Patronenfilter zum Einsatz kommen? Viele Parameter spielen bei der Antwort eine Rolle – und es gibt weitere Optionen. Der Beitrag gibt Ihnen Auswahlkriterien für die Filterbauart an die Hand.

Was, wann, wo und wie lange? Das sind die Fragen, die rund um das Sauggut zu klären sind. Um möglichst exakte Lösungen für die jeweilige Aufgabe zu finden, braucht es umfassende Material-, Technik- und Produktionskenntnisse.(Bild:  Ruwac)
Was, wann, wo und wie lange? Das sind die Fragen, die rund um das Sauggut zu klären sind. Um möglichst exakte Lösungen für die jeweilige Aufgabe zu finden, braucht es umfassende Material-, Technik- und Produktionskenntnisse.
(Bild: Ruwac)

Die Aufgabe von Filtern in Industriesaugern, Absauganlagen und Entstaubern ist klar definiert: Sie halten die aufgesaugten Feinstaubanteile an der Filteroberfläche zurück, während die größeren Partikel im Saugstrom per Schwerkraft in den Sammelbehälter abgeschieden werden und die Luftanteile das Filtergewebe durchströmen. Sie sorgen also quasi für eine „Dreiteilung“ des aufgesaugten Luft-Sauggut-Gemisches. So bilden Filter die Schaltzentrale einer jeden Absauganlage.

Welche Filterbauart für welche Anwendung?

Neben der Dimensionierung der Filter im Hinblick auf Volumenstrom, Filterklasse, Porenweite und Differenzdruck gilt es bei der Projektierung noch eine Frage zu klären: Sollen Taschen- oder Patronenfilter zum Einsatz kommen? Im Programm der Industriesauger und Absauganlagen von Ruwac gibt es mehrere Baureihen, die beide Optionen bieten.

Ob ein Patronen- oder Taschenfilter eingesetzt wird, entscheiden immer die Anwendung und die jeweiligen Anforderungen.

Die Frage, welche Bauform für die individuelle Anwendung die bessere ist, lässt sich nicht pauschal beantworten und auch nicht aus der gewünschten bzw. erforderlichen Filterklasse ableiten. Der Vergleich beider Filtertypen im Hinblick auf wesentliche Funktionen und Eigenschaften gibt aber schon Hinweise darauf, wie sich ihre Einsatzbereiche abgrenzen lassen.

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Zwei Bauformen – eine Aufgabe

Bei Taschenfiltern übernimmt ein filzähnliches Material aus Kunststofffasern das Zurückhalten von Fein- und Feinststaubpartikeln aus dem Luftstrom. Das Filtervlies wird so in einen Rahmen eingespannt, dass eine möglichst große Filterfläche erzielt wird. Die Oberfläche des Materials ist auf der Anströmseite kalandriert, um Staubanhaftungen zu vermeiden. Die Patronenfilter – grundsätzlich kommen mehrere zum Einsatz – werden rohgasseitig über einen Bajonett- oder Klemmverschluss auf einer Grundplatte montiert. Das Filtermaterial wird in plissierter Form in den Stützkörper eingebracht. Das vergrößert die Filteroberfläche. Wie nun unterscheiden sich beide Filterbauarten im Hinblick auf die anwendungsspezifischen Eigenschaften und Anforderungen?

  • Filterfläche: Aufgrund des plissierten Filtermaterials bieten Patronenfilter auf gleichem Bauraum eine größere Filterfläche als Taschenfilter. Wer also hohe Filterleistung in einer kompakten Anlage benötigt oder aber nur selten abreinigen möchte, ist mit Patronenfiltern besser bedient.
  • Robustheit: Der Kunststofffaser-Filz von Taschenfiltern ist sehr robust. Auch bei Überdruck bleibt die Funktion des Filters aufrechterhalten, Rissbildungen im Material sind selbst bei Fehlbedienungen sehr selten. Patronenfilter hingegen sind etwas empfindlicher, was den Betrieb bei höheren Drücken betrifft.
  • Standzeiten: Sowohl die Taschen- als auch die Patronenfilter von Ruwac erreichen lange Standzeiten, die natürlich stark abhängig sind vom Einsatzfall. Taschenfilter müssen in der Regel erst nach über einem Jahr ausgetauscht werden, teilweise erreichen sie aber auch eine Lebensdauer von mehr als vier Jahren.
  • Abreinigung: Bei der Abreinigung bieten Taschenfilter Vorteile: Die Anlage kann mit einer ganz simplen mechanischen Abrüttelvorrichtung ausgestattet werden. Oder der Prozess wird automatisiert und ein Getriebemotor mit Exzentersteuerung übernimmt das Abrütteln. Bei Patronenfiltern geschieht die Abreinigung in der Regel mit einem pneumatischen Impuls (Airshock) aus einem Druckluftspeicher. Dafür benötigt man eine (differenzdruckabhängige oder manuell betätigte) Ansteuerung plus Druckluftsystem.
  • Filterwechsel: Hier sind die Patronenfilter klar im Vorteil: einfach den Bajonett- bzw. Klemmverschluss öffnen, und der Filter lässt sich mit wenigen Handgriffen und geringer Staubentwicklung entnehmen und entsorgen.
  • Filterqualitäten und Sonderausstattungen: Taschenfilter sind bei Ruwac bis zur Staubklasse M verfügbar, Patronenfilter bis Staubklasse H. Beide Bauarten sind in Sondermaterialien bzw. -ausrüstungen lieferbar wie etwa teflonbeschichtete Filtermaterialien für klebende Stäube.
  • Explosionsschutz: In Industriesaugern und Absauganlagen für den Staub- und Gasexplosionsschutz können sowohl Taschen- als auch Patronenfilter eingesetzt werden, wenn sie entsprechend ausgerüstet und elektrisch ableitfähig sind.

Der Anwendungsfall entscheidet

Der Überblick ergibt kein klares Bild bei der Frage, ob Sauger oder Absauganlagen mit Patronen- oder mit Taschenfiltern eingesetzt werden sollten. Letztlich sind verschiedene Parameter zu beachten, die sich aus dem Anwendungsfall und den Anforderungen ergeben. Als zentraler Parameter sind die Beschaffenheit des Staubes und seine physikalischen und chemischen Eigenschaften zu berücksichtigen.

Neue Option für besondere Einsatzfälle

Wenn z. B. eine hygienegerechte Absaugung gefordert ist, muss bzw. kann der Anwender noch eine dritte Filterbauart in Betracht ziehen, die Ruwac neu ins Programm aufgenommen hat. Es handelt sich um temperaturfeste Omikron-Filter, die nicht wie üblich zylinderförmig sind. Der Durchmesser der Omikron-Filter ist größer als der von Patronenfiltern, das aus einem Monomaterial hergestellte Filterelement weist eine schraubenförmige Plissierung auf, und der Filterquerschnitt verjüngt sich nach unten.

Diese Bauform ermöglicht eine optimierte Anströmung sowie eine Vergrößerung der Filterfläche, außerdem lässt sie sich besser abreinigen. Ein weiterer großer Vorteil: Die Filter, die bei Bedarf per Airshock abgereinigt werden, sind so robust, dass sie in Autoklaven nicht nur gereinigt, sondern sogar sterilisiert werden können. Dank ihrer Robustheit können sie z. B. auch in „Dual use“-Anwendungen zum Einsatz kommen und z. B. sowohl Wasserdampf als auch organische Stäube aufnehmen.

Am besten den Expertenrat suchen

Auch bei vermeintlichen Standard-Anwendungen ist aus Sicht von Ruwac sehr empfehlenswert, sich vor der Kaufentscheidung gründlich zu informieren und Beratung in Anspruch zu nehmen – zumal es neben der Wahl der Filterbauart noch diverse andere Entscheidungen zu treffen gilt. Zwei Beispiele: Vorabscheider können die Standzeit der Filter stark erhöhen – hier ist die Auswahl noch deutlich größer als bei den Filterbauarten. Und auch bei der Auswahl des Entsorgungssystems (Wanne, Longopac, Container, Big-Bag) gibt es vielfältige Optionen.

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